Lizenzkosten und gewachsene Abhängigkeiten
Lizenzkosten sind für viele IT-Abteilungen ein fester und häufig steigender Posten im Jahresbudget. Hinzu kommt eine Abhängigkeit, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat: Anwendungen, Schnittstellen und Datenformate sind auf die Technologie eines bestimmten Herstellers zugeschnitten, wodurch Organisationen an dessen Entscheidungen ausgesetzt sind. Nach unserer Erfahrung fehlt in vielen Organisationen zudem das Fachpersonal, um eine solche Umstellung zu planen und umzusetzen. Das sind die Gründe, warum viele Organisationen eine Migration zunächst zurückstellen – und Jahr für Jahr weiter drauflegen.
Die Alternative: QGIS, PostGIS und das OSGeo-Ökosystem
Mit QGIS, PostGIS und weiteren Projekten des OSGeo-Ökosystems stehen offene Lösungen für Desktop-, Server- und Web-GIS zur Verfügung. Sie basieren auf offenen Standards des Open Geospatial Consortium (OGC) wie WMS und WFS und lassen sich über Python-Scripting und Plug-ins erweitern. Der Quellcode ist offen und somit auditierbar. Für Behörden und öffentliche Einrichtungen ist das ein relevanter Aspekt, da sich die Software nachvollziehen lässt und unabhängig vom Anbieter weiterbetrieben werden kann.
Nicht nur Daten und Projekte: Es geht um die Anwendungen
In der Regel lassen sich Daten und Projekte mit überschaubarem Aufwand konvertieren. Der größere Teil der Arbeit entfällt jedoch häufig auf die Anwendungen, die auf der bisherigen Technologie aufbauen.
- Fachanwendungen für einzelne Aufgaben oder Fachbereiche
- Erweiterungen und Skripte, die sich über Jahre hinweg entwickelt haben.
- Schnittstellen zu Fachverfahren und anderen Systemen.
- Datenhaltung mit herstellerspezifischen Funktionen.
Eine Migration muss diese Bestandteile einzeln betrachten. Dies gilt insbesondere für GIS-Server-Anwendungen, bei denen Clients, Dienste und Datenhaltung eng miteinander verbunden sind.
Migrationspfade: Wir finden den passenden Weg für Ihr Ziel
Welcher Migrationspfad geeignet ist, hängt davon ab, wie stark eine Anwendung an ihre bisherige Technologie gekoppelt ist: Bei offenen Standards lässt sich häufig lediglich der Server austauschen, während bei herstellerspezifischen Schnittstellen meist eine Neuentwicklung erforderlich ist. Wir bewerten dies für jede Anwendung einzeln.
Was das für Ihre IT bedeutet
- Keine Lizenzkosten: Nach der einmaligen Migration stehen die eingesparten Mittel für die fachliche Weiterentwicklung, die Wartung oder andere Aufgaben zur Verfügung.
- Kein Vendor-Lock-in: Offene OGC-Standards und offener, auditierbarer Quellcode schaffen Wahlfreiheit bei Dienstleistern und Betriebsmodellen.
- Erweiterbar: Python-Scripting, Plug-ins, individuelle Fachanwendungen und WebGIS lassen sich an die Anforderungen der Fachbereiche anpassen.
- Fachpersonal inklusive: Wir bringen das nötige Know-how und die erforderlichen Kapazitäten für Planung und Umsetzung mit, wenn diese in Ihrer Organisation fehlen.
- Abgesicherter Betrieb: Technischer Support sorgt für klare Zuständigkeiten – auch das bieten wir.
Wann sich eine Migration rechnet
Durch die Umstellung entfallen die jährlichen Lizenzgebühren. Dem steht ein einmaliger Aufwand für die Migration gegenüber. Die eingesparten Lizenzgebühren amortisieren diesen Aufwand. Danach stehen sie Jahr für Jahr für die Weiterentwicklung Ihrer Anwendungen oder für andere Projekte zur Verfügung. Wie schnell sich eine Migration rechnet, hängt vom Lizenzvolumen, von der Komplexität der Anwendungen und vom Betriebsmodell ab. Eine erste Einschätzung für Ihre Situation liefert unsere Erstanalyse.
Wo Migrationen Aufwand verursachen
Aus unserer Projekterfahrung entsteht Aufwand vor allem an drei Stellen: bei proprietären Erweiterungen, die neu umgesetzt werden müssen, bei der Anbindung an Fachverfahren und bei der Akzeptanz der Nutzer. Wer diese Punkte früh erfasst, kann Zeitplan und Budget realistischer ansetzen und die Fachbereiche rechtzeitig einbinden.
Unser Vorgehen
Wir begleiten jeden Schritt: von der Bestandsaufnahme über die Anwendungs- und Datenmigration bis zum Go-live. Schulungen für alle Nutzergruppen gehören dazu, denn die beste technische Lösung entfaltet ihren Nutzen nur, wenn sie angenommen wird. Dabei müssen Sie das nötige Know-how nicht selbst aufbauen. Wir bringen die Erfahrung mit offenen Technologien mit, begleiten Planung und Umsetzung und entlasten damit Ihr Team. Wo gewünscht, unterstützen wir auch danach im Betrieb. Unser Vorgehen hat sich erst kürzlich bei der erfolgreichen Migration einer komplexen Fachanwendung auf Open Source bestätigt.
25 Jahre Erfahrung mit offenen und proprietären Technologien
Seit über 25 Jahren entwickeln wir GIS-Systeme und -Anwendungen mit offenen und proprietären Technologien. Deshalb kennen wir beide Seiten und wissen, wo Stärken und Stolpersteine liegen. Diese Erfahrung hilft uns, Anwendungen realistisch zu bewerten und passende Migrationspfade zu wählen.
Migration als Gelegenheit zur Verbesserung
Unsere Einschätzung: Eine Migration bietet auch die Gelegenheit, Fachanwendungen zu optimieren. Wer jede Anwendung und jede Schnittstelle ohnehin prüft, kann gewachsene Strukturen bereinigen, Abläufe vereinfachen und Funktionen an den heutigen Bedarf der Fachbereiche anpassen. So wird nicht nur das Risiko gesenkt, Altlasten unverändert zu übernehmen, sondern der spätere Betrieb und die Weiterentwicklung werden auch erleichtert.
Erstanalyse: Wo steht Ihre Anwendungslandschaft?
Zu Beginn steht eine gemeinsame Bestandsaufnahme. Gemeinsam mit Ihnen erfassen wir Ihre Anwendungslandschaft, bewerten die Migrationsfähigkeit jeder Anwendung und besprechen Verbesserungspotenziale. Auf dieser Grundlage schätzen wir den Aufwand, die Reihenfolge und die Risiken ein und stellen den Migrationsaufwand Ihren laufenden Lizenzkosten gegenüber. So können Sie fundiert entscheiden, ob und wie sich eine Migration für Sie rechnet.

